Sonntag, 14. Mai 2017

Die Vermissten





Die Vermissten

Caroline Eriksson
Thriller
Penguin Verlag
ISBN 978-3328100386

Inhalt

Das grünschwarze Wasser leuchtet geheimnisvoll in der untergehenden Sommersonne. Der Abend könnte nicht schöner sein, als Greta, Alex und Tochter Smilla mit dem Boot zur kleinen Insel in der Mitte des Sees fahren. Greta bleibt am Ufer, während die anderen beiden neugierig auf Entdeckungstour gehen. Aber sie kommen nicht mehr zurück. Beunruhigt macht sich Greta auf die Suche – doch von Alex und Smilla fehlt jede Spur … In ihrer wachsenden Verzweiflung wendet sie sich an die Polizei. Schnell wird klar, dass Gretas eigene Geschichte ebenso große Rätsel aufwirft wie das Verschwinden ihrer Lieben. Und die Frage: Hat sie etwas damit zu tun?

Wo bleibt die Spannung?

Tja, also ich muss leider sagen dass für hier keinerlei Spannung aufkam. Der Anfang, der ja auch schon im Klappentext beschrieben ist, ist vielversprechend und in dieser Szene weinte mein Mutterherz und ich hatte schon die Befürchtung, dass ich das Buch vielleicht gar nicht lesen kann, da es mir vielleicht zu Nahe gehen würde. Aber die Befürchtung war ganz unbegründet.
Denn danach passierte einfach gar nichts mehr und die Geschichte dümpelte so vor sich hin. Das Verhalten von Greta fand ich überhaupt nicht nachvollziehbar. Es vergeht eine Ewigkeit bis sie zur Polizei geht, bis dahin ist kann ich einfach ihre Handlungen nur teilweise verstehen. Völlig wirr und sinnlos agiert Greta, soll wohl ihre psychische Instabilität zeigen.

Und bitte was sollten jetzt die Jugendlichen in der Geschichte? Ich habe nicht ganz verstanden was das sollte. Sollte die Botschaft dahinter wichtig sein? Naja, hätte man auch weglassen können.

Dann geht sie ENDLICH zur Polizei, irgendwie auch völlig merkwürdig. Dann, als sie von der Polizei weg ist, ruft die Beamtin Greta an und da sagt die Beamtin was. BÄÄÄÄÄM, dachte ich!! Da kommt jetzt die Wendung, hier kommt jetzt Spannung auf!!
Aber nein, nix. Eine Leserin meiner Bücherseite drückte es so aus „Hier ist aus Versehen Spannung aufgekommen!“ und sie hat Recht! Es war ein Versehen, denn das ist der Autorin nicht nochmal passiert.

DAS Familiengeheimnis von Greta ist jetzt auch nicht gerade schwer zu durchschauen und hat leider auch keine Spannung, in den Thriller gebracht.

Und das Ende fand ich leider auch nicht gut. Das sind ziemlich kranke Menschen in dem Buch.

Die Schreibweise war auch sehr einfach und dadurch hatte man das Buch auch sehr schnell durchgelesen.

Leider kann ich es nicht empfehlen.

1 von 5 Punkten

Falls es jemand trotzdem kaufen möchte, oder sich einfach die schlechten Bewertungen durchlesen möchte kann das hier Amazon

Rat der Neun - Gezeichnet





Rat der Neun - Gezeichnet

Veronica Roth
Jugendbuch ab 14
cbt
ISBN 978-3570164983

(Rezensionsexemplar als eBook)

Inhalt

In einer Galaxie, in der Gewalt und Rache das Leben der Völker beherrschen, besitzt jeder Mensch eine besondere Lebensgabe, eine einzigartige Kraft, die seine Zukunft mitgestaltet. Doch nicht jeder profitiert von seiner Gabe …

Cyra ist die Schwester des brutalen Tyrannen Ryzek. Ihre Lebensgabe bedeutet Schmerz, aber auch Macht – was ihr Bruder gezielt gegen seine Feinde einsetzt. Doch Cyra ist mehr als bloß eine Waffe in seinen Händen: Sie ist stark und viel klüger, als er denkt.


Akos stammt aus einem friedliebenden Volk und steht absolut loyal zu seiner Familie. Als Akos und sein Bruder von Ryzek gefangen genommen werden, trifft er auf Cyra. Er würde alles dafür tun, seinen Bruder zu retten und mit ihm zu fliehen, doch mächtige Feinde stehen ihm im Weg. Akos und Cyra müssen sich entscheiden: sich gegenseitig zu helfen oder zu zerstören …

Besser als die Bestimmung-Reihe

Das Buch habe ich schnell durch gehabt, denn man wurde direkt in die Geschichte gezogen. Der Schreibstil war einfach und lies sich gut lesen. Man flog von Satz zu Satz.
Hat mir echt gut gefallen. Die Bestimmung Reihe hatte ich mal angefangen, aber die hat mir so gar nicht gefallen, der Schreibstil war nichts für mich. (Die Filme waren definitiv besser!)
Ich dachte mir aber dass ich es jetzt noch mal mit der Autorin probiere.
Mit den Protagonisten wurde ich schnell warm und ich muss sagen Cyra war mir auf eine gewisse schräge Art sympathisch. So wie Sie mit Akos zusammen ist, merkt man wie sie eigentlich ein ganz normales Mädchen ist. Sie wurde nur durch Ihren Bruder völlig unterdrückt und gequält.
Gefangen in Ihrem Selbstmitleid lässt sie sich von ihrem Bruder benutzen als Waffe.

Akos lässt sich von seinem Schicksal völlig einnehmen, ohne es in Frage zu stellen, oder zu versuchen es zu ändern. er ist auch in Selbstmitleid gefangen, aber Seine Gabe führt ihn dann zu Cyra und zusammen helfen sie sich aus dem Zustand der Resignation raus.

Mit Ryzek, Cyras Bruder, bekommt man einen richtig schönen klassischen Bösewicht vorgesetzt. Rücksichtslos, seine Schwester benutzt er als Waffe, da er selber sich nicht die Hände schmutzig machen will.

Die Welt, die die Autorin schafft ist komplex und gut durchdacht. Ich konnte mir das ganze sehr gut vorstellen.
Die Sache mit dem „Strom“ habe ich jetzt nicht ganz verstanden, aber hat mich jetzt nicht beim Lesen gestört. Die Gaben spielen eine große Rolle, wie auch einzelne Schicksale, die von Orakeln vorausgesagt werden und unumstößlich sind. Eine komplizierte Sache, die sich aber beim Lesen irgendwie von alleine erklärt und man automatisch für stimmig hält. Es ist halt nicht einfach, wenn es darum geht, dass jemand in die Zukunft sehen kann, das in einen guten logischen Rahmen zu bringen, aber die Autorin bekommt es gut hin, dass man den Erklärungen folgen kann und auch stimmig findet.

Die Story ist gut, es zieht sich durch das ganze Buch eine etwas düstere Stimmung, was auch gut zu den Protagonisten und der kriegerischen Stimmung zwischen den zwei Völkern auf dem Planeten passt. Man bekommt auch viele Informationen über die vielen Völker und Planeten, manchmal ein bisschen zu viel.
Stellenweise hat die Geschichte auch lange Durststrecken. denn irgendwie musste ich doch feststellen, dass eigentlich überhaupt nicht viel passiert ist.
In der Mitte des Buches passiert einfach nichts nennenswertes, so dass man einiges auch einfach hätte weglassen können. Da war auch der Punkt an dem ich manchmal das Gefühl hatte ich würde nicht weiter kommen.
Spannende Passagen waren gut, hätten aber noch gerne mehr davon dabei sein können.

Für mich fühlte es als eine Einleitung zur eigentlichen Story, die jetzt im zweiten Band folgt!
Hoffentlich legt Veronica Roth da in Sachen Spannung noch mal einen Zahn zu. Das könnte der zweite Band ordentlich vertragen.

Die Erzählweise ändert sich manchmal, mal ist ein Kapitel in der Ich-Perspektive von Cyra geschrieben, mal aus der Sicht von Akos in der allwissenden Erzähler Perspektive. Verwirrte mich manchmal, denn es wechselte sich nicht regelmäßig ab. Aber es passte sehr gut.

Also, ich fand das Buch gut. Trotz der vielen Strecken die ohne Spannung waren. Das Ende des Buches verspricht eine aufregende Fortsetzung und ich hoffe, dass diese spannender wird! Man wird jetzt auch zum Glück nicht mit einem gemeinen Cliffhanger zurückgelassen.
Im gesamten hat mich das Buch gut unterhalten.

3 von 5 Punkten

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