Freitag, 17. März 2017

Eine gute Ehe






Eine gute Ehe
Stephen King
Kurzgeschichte
aus „Zwischen Nacht und Dunkel“
Heyne EBOOK
STORY SELECTION NO. 51
Rezensionsexemplar

Eher fad

Tja, meins war diese Geschichte jetzt leider nicht. Sehr fade und ohne Spannung. Die ganze Story plätschert so vor sich hin.

Gute Dialoge, aber erwartet kein Horror und Gänsehaut.

Ganz nett
3 von 5 Punkten

Tote Mädchen lügen nicht





Tote Mädchen lügen nicht
Jay Asher
Jugendbuch ab 13 Jahre
cbt
ISBN 978-3570308431
Ich habe es als ebook vom Verlag bekommen


Inhalt
Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf »Play« – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon ...

Bedrückende Geschichte

Da ja bald zu diesem Buch eine Serie gesendet wird, wollte ich unbedingt vorher das Buch dazu lesen.
Und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde.
Die Erzählweise ist mal was ganz anderes, grandiose Idee, mir hat es total gefallen. Denn im Buch wechselt es aus der Sicht von Clay und den Tonbandaufnahmen von Hannah. Hannah spricht auf den Kassetten unverblümt von den Zusammenhängen einzelner Personen und Situationen die zu ihrem Selbstmord geführt haben. Manche Dinge sind einfache Teenieprobleme die nicht so schlimm zu sein scheinen, aber in Kombination mit anderen Situationen, die wirklich unglaublich schlimm und grausam sind. Von außen nicht zu erkennen, da niemand die kompletten Zusammenhänge erfassen kann.
Ich kann gar nicht mehr zum Inhalt schreiben, da ich sonst zu sehr ins Detail gehen müsste. Ich kann nur sagen, dass mich einige Dinge echt schockiert haben und sehr erschrocken über manches Verhalten bin.
Ich kann auch nicht immer das Verhalten der einzelnen Personen nachvollziehen, ich bin halt keine 13Jahre mehr, aber ich möchte es auch nicht abwerten.

Ich habe mir viele negative Rezensionen zu diesem Buch durchgelesen, und in diesen Rezensionen wird geschrieben, dass dieses Verhalten total an den Haaren herbeigezogen ist, nicht nachvollziehbar und auch wohl beleidigend für alle Mobbingopfer und psychisch Kranken sei. Also, ich finde das ist absolut krass formuliert. Psychische Erkrankungen sind so komplex, dass man nicht, nur weil man mal eine Bekannte hatte, oder gar selber unter psychischen Störungen litt/leidet, diese Person beurteilen kann. Dann auch diese Bewertung, dass das Verhalten von Hannah nicht nachvollziehbar und unlogisch ist. Natürlich ist es unlogisch und nicht nachvollziehbar, denn sie befindet sich in einer ganz schlimmen Lage und da handelt man natürlich nicht vorhersehbar und logisch.

Jugendliche sind grausam, in jeder Schule, jeder kennt solch ätzenden Typen. Nicht jedem können diese Typen etwas anhaben, aber es gibt immer die Personen in der Klasse die es vielleicht nicht verletzten scheint, da sie sich das nicht ansehen lassen, aber wer weiß schon wie die Person wirklich denkt?
Ich selbst hatte selber ein Mädchen in der Klasse das massiv gehänselt wurde, mir selber ist es nie aufgefallen, bis unsere Lehrerin mit uns darüber redete. Sie ist irgendwann weggezogen und ich war für kurze Zeit mit ihr gut befreundet, aber habe selbst gemerkt wie unsicher und instabil sie war. Für sie war der Umzug der Eltern gut. Aber ich vergleiche diese Erfahrung nicht mit Hannah.

Das Buch sollte Schullektüre werden, einfach um den Schülern das Thema näher zu bringen damit sie mehr über ihr Verhalten nachdenken.

Eine klare Leseempfehlung
4 von 5 Punkten

Es kann hier gekauft werden Amazon

Sonntag, 12. März 2017

Das letzte Ritual





Das letzte Ritual
Yrsa Sigurdardóttir
Thriller laut Angabe des Verlages
in der alten Auflage aber ein Island-Krimi
btb Verlag
ISBN 978-3442714407
Rezensionsexemplar

Inhalt

In der Universität von Reykjavík wird die Leiche eines jungen Deutschen gefunden. Der Geschichtsstudent war fasziniert von alten Hexenkulten, und sein Mörder hat ihm ein merkwürdiges Zeichen in die Haut geritzt. Aber die isländische Polizei glaubt an einen Drogendelikt und verhaftet einen Dealer. Die Eltern des Opfers misstrauen den Ermittlungen: Sie beauftragen die junge Anwältin Dóra Gudmundsdóttir, den Fall noch einmal aufzurollen. Und auf der Suche nach dem wahren Mörder findet Dóra mehr über die dunklen Rituale heraus, als ihr lieb ist …

Unterhaltsamer Krimi

Zuerst, dadurch dass es ein Island-Krimi ist, sind manche Namen und Orte für mich leider unaussprechlich und ich habe nachher solche Namen nicht mehr richtig gelesen, sondern nur noch überflogen, ohne die richtig zu beachten. War jetzt für mich und meinen Lesefluß nicht so schlimm, es hat mich nicht gestört, da ich mir sowas schon zu Beginn gedacht habe.

Es geht im Wesentlichen um den Hexenkult und dieser wird auch sehr ausführlich in dem Buch behandelt. Die Autorin hat sicherlich sehr ausführlich recherchiert, denn man merkt richtig wie viel Informationen sie dem Leser vermitteln will. Ich war Stellenweise mit so vielen Informationen überfordert und habe diese Stellen mit wenig Interesse gelesen. Mich hat das Thema leider nicht so im Detail interessiert.
Das drum herum, wie Dorá und Matthias zusammen ermitteln, stand im Vordergrund, daher ist dieser „Thriller“ kein Thriller, sondern ein Krimi. Wie schon im Fischer Verlag, da hat sich am Inhalt ja nichts geändert. Daher hat es hier der btb Verlag falsch eingeordnet. Denn es steht nun mal die Ermittlungsarbeit im Vordergrund.
Man bekommt auch Einblicke in das Privatleben der Rechtsanwältin Dorá, aber nicht zu viel. Es reicht um sich einen groben Überblick zu verschaffen. Wobei ich als Leser schon ordentlich schmunzeln musste über den Sohn, da habe ich schon eher den Braten gerochen, was ihn so bedrückt. Aber gut, sie ist alleinerziehend und beruflich sehr eingespannt…

Ihr, von der Familie des Opfers, zur Seite gestellter Partner für die Ermittlungen Matthias, ist ein sehr sympathischer Typ. Ein Klischee-Deutscher wie man ihn nicht besser beschreiben kann. Herrlich, ich habe oft lachen können, denn trotz Krimi hat Yrsa Humor mit eingebracht. Das lockert den Krimi noch mal ein bisschen auf.
Eine kleine Romanze bleibt auch nicht aus. Das habe ich schon direkt am Anfang vermutet.

Es wird aus mehreren Perspektiven erzählt, größtenteils ist man bei Dorá und Matthias, aber auch manchmal bei den Freunden von Harald, oder aber auch den Professor. So ist der Krimi auch noch in der Erzählweise sehr vielschichtig.

Etwas komisch fand ich jetzt, dass die Isländische Polizei jetzt wirklich so unfähig ist und es nicht schafft den richtigen Mörder zu fassen? Aha!

Die Story ist gut und die Ermittlungen spannend, mit VIEL Hintergrundwissen über den Hexenkult, etwas zu viel des Guten für mich, aber für Leser die sich auch für dieses Thema interessieren bestimmt eine Freude. Dorá und Matthias sind sympathisch und als Personen glaubwürdig, die flapsige, lockere Art zwischen den Beiden passt gut.
Bis zum Schluss hatte ich wirklich keine Ahnung wer der Mörder sein könnte, sehr gut.
Ich freue mich auf den nächsten Fall für Dorá „Das gefrorene Licht“ auch als Neuauflage im btb Verlag!

Klare Leseempfehlung 4 von 5 Punkten

Kann hier gekauft werden Amazon

Freitag, 3. März 2017

Sag nie ihren Namen





Sag nie ihren Namen
James Dawson
Jugendbuch ab 14
Carlsen
ISBN 978-3551316516


Inhalt
Nach diesem Buch ist jeder Blick in den Spiegel ein Wagnis auf eigene Gefahr!!! --- Als Bobbie und ihre beste Freundin Naya an Halloween den legendären Geist Bloody Mary beschwören sollen, glaubt niemand, dass wirklich etwas passieren wird. Also vollziehen sie das Ritual: Fünf Mal sagen sie Marys Namen vor einem mit Kerzen erleuchteten Spiegel … Doch etwas wird in dieser Nacht aus dem Jenseits gerufen. Etwas Dunkles, Grauenvolles. Sie ist ein böser Hauch. Sie lauert in Albträumen. Sie versteckt sich in den Schatten des Zimmers. Sie wartet in jedem Spiegel. Sie ist überall. Und sie plant ihre Rache.

Tropf tropf tropf, ich will es nie wieder tropfen hören

Schüler führen ein Ritual durch, bei dem jeder denkt, das ist ja eh nicht wahr. Was soll dann also schon passieren? Also ab vor dem Spiegel und schon wird es durchgezogen. Nur Naya zögert etwas, da sie meint etwas gespürt zu haben, war da gerade etwas? Nein, das bildet sie sich nur ein..oder nicht?

Tja, schnell wird klar, dass etwas an dieser Legende dran ist. Denn eine Mitschülerin verschwindet und es bleiben nur 5 Tage um nicht auch zu sterben, so forschen Naya und Bobbie nach der wahren Geschichte von Mary und geraten immer mehr in ein dunkles Geheimnis..

Ich möchte gar nicht so viel verraten, denn das Buch ist klasse. Ein toller Gruselroman für Jugendliche, die Altersangabe ab 14 Jahre, finde ich auch völlig angemessen. (Auch wenn ich meinen ersten Stephen King mit 11 oder 12 gelesen habe! Der war weitaus gruseliger!)
Das Buch hat einen flüssigen und einfachen Schreibstil, es fesselt und lässt einen Mittendrin sein. Tolle Schockmomente, die einen auf jeden Fall eine Gänsehaut verpassen und erschrecken. Die Story ist klasse, jeder kennt Bloody Marie, aber hat sich schon mal jemand gefragt woher der Mythos stammt? Ich nicht, aber ich werde jetzt mal nachforschen.
Ich würde mich jedenfalls nicht vor den Spiegel stellen und ihren Namen sagen, nicht das ich daran glaube, aber ich finde man macht das einfach nicht. Genauso wenig habe ich Beetle Juice vor dem Spiegel gerufen, oder diverse andere Figuren. Da bleibt immer ein klein wenig Respekt vor.
Es bleibt spannend bis zum Ende und ich habe an keiner Stelle geahnt wie es ausgehen wird und war immer sehr angespannt, bis zur nächsten gruseligen Szene, bei denen ich gerne mal auf gequietscht hätte.
Diese Szenen waren eins A Filmszenen, man könnte die 1:1 übernehmen, richtig gut!

Und glaubt mir, wenn ihr das Buch gelesen habt, wollt ihr kein tropfendes Wasser mehr hören….
Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen.

5 von 5 Gruselpunkten
 Es kann hier gekauft werden Amazon,

Das Floß






Das Floß
Stephen King
Kurzgeschichte
aus „Blut“
Heyne EBOOK
STORY SELECTION NO. 41
Rezensionsexemplar

Freunde machen einen Ausflug an den See, aus einer Bierlaune heraus und wollen so einen grandiosen Abschluss des Sommers feiern. Sie gehen trotz Kälte in den See und schwimmen zum Floß. Schnell ist allen klar, dass etwas nicht stimmt und sie um ihr Leben bangen müssen.

Es ist brutal und garantiert! Gänsehaut bis zum Schluss. Erschreckend detailliert Stephen King die Ereignisse und lässt einen geschockt „zusehen“

Leider waren mir die Protagonisten nicht sehr sympathisch, so dass ich nicht ganz so berührt beim Ableben war.

Trotzdem, ohne Ausnahme zu empfehlen!

5 von 5 Punkten