Dienstag, 9. Februar 2016

Zwischen Licht und Finsternis






Zwischen Licht und Finsternis
Lucy Inglis
Jugendroman ab 14 Jahre
Chicken House
ISBN 9783551520807

Inhalt
London, heute. Mädchen verschwinden. Und seltsame Kreaturen tauchen auf den Straßen auf. Fast wäre die 16-jährige Lily von einem zweiköpfigen Hund getötet worden. Doch urplötzlich steht Regan vor ihr – gut aussehend, geheimnisvoll und faszinierend. Merkwürdig, dass er ihre seltene Blutgruppe kennt, aber noch merkwürdiger, dass es angeblich eine Verbindung zwischen Lily, Regan und den verschwundenen Mädchen geben soll. Von einer auf die andere Sekunde befindet sich Lily in einem Strudel aus Verbrechen und Verrat, Verschwörung und Leidenschaft, Licht und Finsternis. Fantastisch, romantisch, gefährlich!

Nette Geschichte, leider ohne viel Tiefgang

Lily wird von einem zweiköpfigen Hund angegriffen, sie ist tödlich verletzt und verliert viel Blut, ist quasi schon Tod. Da kommt Regan und rettet sie. Trotz ihrer seltenen Blutgruppe macht er eine Bluttransfusion, wie man sowas macht hat er mal eben in einem alten Buch nachgelesen. Durch diese Transfusion mit seinem Blut heilen all ihre tödlichen Wunden wie von Zauberhand und sie kommt schnell wieder zu sich. Regan erzählt ihr direkt das er ein Eldritch ist, ein anderes Wesen als ein Mensch mit besonderen Fähigkeiten, ein Eldritch der London vor bösen Kreaturen beschützt.
Das alles nimmt Lily einfach so hin, das sind anscheinend nicht zu viele Informationen auf einmal, all das würde jeden anderen Menschen total aus der Bahn werfen, immerhin ist man fast gestorben und wird auf wundersame Weise von einem nicht menschlichen Wesen gerettet. Aber Lily lässt das nicht verwirrt zurück, sie flüchtet nicht nach Hause um erst einmal über all diese Ereignisse nachzudenken. Ganz im Gegenteil, sie will Regan helfen, ihn im Kampf gegen diese Kreaturen helfen, einfach so. Sie nimmt es gerne als Grund um im Internet ihrer Hackerfähigkeit nachzukommen. Klar, Lily hat eine schnelle Auffassungsgabe, sie findet sich im Internet zurecht wie sonst kein anderer und hilft ihrem Vater bei gerichtlichen Fällen, aber das erklärt nicht ihre Reaktion.
Das Verhalten wunderte mich stark, das ist mehr als naiv. Etwas unglaubwürdig, ich denke nicht dass ein Mädchen so reagieren würde. Die Naivität von Lily zieht sich so aber auch weiter durchs Buch.
Regan, der Eldritch, der ruhige und bescheidene Held. Wie soll es anders sein, die Beiden verlieben sich ineinander, aber der Beziehung fehlte es an Tiefe, die Beiden wurden ein Paar und geändert hat sich nix, leider.

Die Handlung war sehr gut, die Idee gut ausgearbeitet, man hätte es noch ausführlicher ausarbeiten können, denn zum Ende hin wirkte es doch alles schnell konstruiert. Zum Ende hin ging auf einmal alles total schnell, der „Showdown“ war auf einmal da, schwupps Ende. Alles was danach kam, die Reaktion von Lily´s Vater und wie es nachher endet passt für mich gar nicht zum Buch. Ich finde das Ende recht unbefriedigend, so hätte es nicht enden sollen. Ein offenes Ende finde ich nicht passend. Bei diesem Ende muss es einen weiteren Teil geben.

Der Schreibstil ist gut und flüssig, man kommt schnell rein ins Buch und es liest schnell. Sprachlich auch einfach und gut verständlich.
Manchmal hatte ich das Gefühl gewisse Informationen würden mir fehlen, als hätte ich die erklärenden Passagen überlesen. Aber so richtig fassen konnte ich es nicht.
Das Mädchen auf dem Cover passte für mich so überhaupt nicht zur Beschreibung von Lily, aber es ist immer eine schwierige Sache Personen auf Covern darzustellen.
Im Ganzen ein leichtes Buch, schnell zu lesen für Zwischendurch. Einfache Handlung, einfacher Schreibstil. Die Gesamtidee ist wirklich gut, aber die hätte noch mehr ausgearbeitet werden können, auch die Charaktere könnten etwas mehr Tiefe vertragen.
Ein Buch für Jugendliche ab 14 Jahre, genauso würde ich es auch einordnen.
Ich habe mich für meine Lesezeit gut unterhalten gefühlt, durch meine Kritikpunkte bekommt das Buch

3 von 5 Punkten

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