Mittwoch, 16. September 2015

Die Flüsse von London





Die Flüsse von London
Ben Aaronovitch
Roman
dtv
ISBN 9783423213417
gehört zu einer Reihe

Inhalt
Peter Grant ist Police Constable in London mit einer ausgeprägten Begabung fürs Magische. Was seinen Vorgesetzten nicht entgeht. Auftritt Thomas Nightingale, Polizeiinspektor und außerdem der letzte Zauberer Englands. Er wird Peter in den Grundlagen der Magie ausbilden. Ein Mord in Covent Garden führt den frischgebackenen Zauberlehrling Peter auf die Spur eines Schauspielers, der vor 200 Jahren an dieser Stelle den Tod fand. »Mein Name ist Peter Grant. Ich bin seit Neuestem Police Constable und Zauberlehrling, der erste seit fünfzig Jahren. Mein Leben ist dadurch um einiges komplizierter geworden. Jetzt muss ich mich mit einem Nest von Vampiren in Purley herumschlagen, einen Waffenstillstand zwischen Themsegott und Themsegöttin herbeiführen, Leichen in Covent Garden ausgraben. Ziemlich anstrengend, kann ich Ihnen sagen – und der Papierkram! «

So stellt man es sich vor, wenn Harry Potter erwachsen geworden und zu den Bobbies gegangen wäre. Eine einzige große, witzige, phantasievolle Kapriole. (Diana Gabaldon)
So die Beschreibung von "Die Flüsse von London"
Und dann dieser Abschnitt:
"Mein Hirn scheute vor dem Gedanken zurück, dass jemand ein Baby aus dem Fenster im Obergeschoss geworfen haben könnte. Es versuchte mich zu überzeugen, dass das, was ich sah, nur ein Stoffbündel oder eine Puppe war, aber es war nicht so."

Sorry, aber nichts rechtfertigt es ein Baby so voller Brutalität ins Geschehen zu bringen. Ich finde sowas einfach nur richtig Sch****!!
Das hätte ich nach dieser Beschreibung nicht erwartet und gibt ordentlich Minuspunkte.

Ich verstehe den Vergleich zu Harry Potter auch überhaupt nicht, es hat im weiteren Verlauf keinerlei Ähnlichkeit.
Bis Seite 212 habe ich mich noch durchgequält, aber dann abgebrochen es wurde einfach nicht witzig oder spannend. Es war eine Enttäuschung.
Das Buch ist auch überhaupt nicht witzig, normalerweise mag ich den britischen Humor und ich weiß auch wo diese witzigen Stellen sein sollen, aber die sind einfach nicht witzig, sondern total platt und unnötig. Vielleicht ist ja auch was bei der Übersetzung verloren gegangen.

Keine Leseempfehlung!

0 von 5 Punkten

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HOTLINE
Jutta Maria Herrmann
Psychothriller
Knaur
ISBN 9783426514566



Inhalt
Keine Polizei - never ever. So lautet die unumstößliche Maxime der Beichthotline. Aber was tun, wenn eine Anruferin ankündigt, ihr neugeborenes Kind lebendig zu vergraben? Ein schlechter Scherz, konstatiert Chris, Initiator der Hotline, als seine Freunde und Kollegen statt einer Kinderleiche eine lebensgroße Puppe auf dem Friedhof ausgraben. Dann meldet sich die mysteriöse Anruferin erneut und verkündet, dies sei erst der Anfang...

Ein Psychothriller der gar kein Psychothriller ist, sondern eher ein spannender Roman/Drama.
Der Klappentext des „Psychothrillers“ verspricht Spannung und in Kombination mit dem Cover finde ich es sehr ansprechend und war gespannt dieses Debüt zu lesen. Aber leider wurde nicht gehalten was versprochen wurde.
Denn für mich ist es kein Psychothriller, dafür ist es nicht spannend genug, die Handlung plätschert so dahin und es ist schon sehr früh klar, wer der Täter ist und was das Motiv des Täters ist. Es geht nachher beim Lesen nur noch darum zu erfahren wie die Hauptpersonen auf die Lösung.
Die Hauptpersonen haben alle ein schweres Schicksal hinter sich, z.B. die schwangere Paula, sie wurde mit 4Jahren von ihrer Mutter auf der Parkbank sitzen gelassen und darunter hat sie sehr gelitten. Aha! Da erwartet man weitere Infos und denkt es hat mit der Handlung etwas zu tun. Nein. Hat es nicht, wird auch nicht weiter drauf eingegangen. Genauso wie die schwangere Mutter des Partners von Paula, die ihn extra in ein Cafe bittet um ihn das mitzuteilen, denkt man auch es hat was mit der Handlung zu tun, gibt es dazu eine spannende Wendung? Nein! Das ist eine Szene im Buch die total sinnlos ist und bei der man sich fragt, wieso das überhaupt erwähnt wird, hätte man sich auch sparen können.
Die Hauptpersonen werden gut und lebhaft beschrieben, jedoch sind diese mit Klischees durchzogen dass es nur so trieft. Sie sind vollgepackt mit schlimmen Schicksalen, die im Grunde aber überhaupt nichts aussagen und daher ohne Relevanz sind.
Die Autorin benutzt mehrere Erzählstränge, dadurch liest sich das Buch sehr flüssig, sie hat einen guten Schreibstil, sie ist eine gute Autorin jedoch schafft sie es für mich leider nicht in die Kategorie Psychothriller, ich denke Sie wäre eine gute Romanautorin. Interessant ist dass Sie auch die Sicht des Täters mit einbringt und das auch noch in der „Du“ Perspektive, das fand ich sehr gelungen.
Die Handlung des Buches ist eine gute Idee, man könnte da viel daraus machen, jedoch gelingt es der Autorin nicht sehr gut aus der Idee eine spannende Geschichte zu spinnen, da sie sehr voraussehbar ist.
Mit anderen Psychothrillern kann dieses Debüt leider nicht mithalten, dafür fehlt diesem Buch Spannung und Tiefe. Das Ende voraussehbar und Klischeehaft. Trotzdem liest sich das Buch sehr flüssig und wenn man es mit dem Gedanken im Hintergrund liest dass es eher ein Roman ist, dann passt es auch eher zusammen. Man darf nicht mit mitreißender Spannung und düsteren Abgründen rechnen.
Am Ende wird noch mal eine Szene eingebaut, die vermuten lässt dass es eine Fortsetzung zu diesem Buch geben wird, jedoch würde ich es nicht lesen wollen.

3 von 5 Punkten

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