Donnerstag, 12. November 2015

Die 100 (Band I)

e




Die 100 (Band I)
Kass Morgan
Roman Jugend
Heyne Verlag
ISBN 978-3453269491



Inhalt
Seit einem vernichtenden Atomkrieg lebt die Menschheit auf Raumschiffen. 300 Jahre lang hat niemand mehr die Erde betreten. Doch nun sollen 100 jugendliche Straftäter das Unmögliche wagen: zurückkehren und herausfinden, ob ein Leben auf dem blauen Planeten wieder möglich ist. Doch was die idealistische Clarke, der geheimnisvolle Bellamy und die anderen Verurteilten nach ihrer Ankunft vorfinden, raubt ihnen den Atem. Ein tödliches Abenteuer beginnt, auf das sie kein Training der Welt hätte vorbereiten können...



„Kass Morgan studierte an der Brown University bis zum Bachelor und absolvierte anschließend ein Masterprogramm in Oxford. Derzeit lebt sie als Lektorin und freie Autorin in Brooklyn. Noch vor Erscheinen ihres ersten Buches, Die 100, konnte sie bereits die Rechte der Serienverfilmung verkaufen.“ (Produktbeschreibung bei Amazon)
Hierzu sei gesagt, das Buch ist ganz anders als die Serie im TV, andere Charaktere die wichtig sind, die Handlung weicht auch vom Buch ab.




Erst mal zum Cover, es ist ein hübsches Cover, gefällt mir eigentlich ganz gut, aber es hat nichts mit dem Buch zu tun. Im Buch gibt es andere Charaktere die wichtig sind und einige aus der Serie gibt es im Buch gar nicht. So dass ein falscher Zusammenhang zwischen Buch und Serie hergestellt werden könnte, aber ich verstehe dass dieses gewählt wurde, soll ja schließlich zum Kauf animieren. Ich hätte es besser gefunden, wenn man ein eigenes Cover für die Buchreihe gewählt hätte.



Ich habe zuerst die Serie geschaut und dann wurde mir erst bewusst, dass diese auf einer Buchreihe (Trilogie) basiert. Da ich die Serie sehr gelungen finde und ich ein Fan davon bin, musste ich mir unbedingt die Bücher dazu besorgen und habe diese voller Vorfreude angefangen zu lesen und muss sagen ich wurde nicht enttäuscht.

Die Autorin schreibt aus vier Perspektiven, Glass, Clarke, Bellamy und Wells. Was mich zu Beginn etwas verwirrte, aber im weiteren Verlauf eine gute Wahl fand, es stört überhaupt nicht den Lesefluss, es passt einfach. Jedes Kapitel wird aus einer der jeweiligen Personen erzählt, man kann sich gut in diese hineinversetzen. So bekommt man einen intensiven Einblick in die Charaktere, ihre Gefühle und man versteht warum sie so geworden sind wie sie sind und ihre Handlungen versteht man auch besser. Man lernt sie so besser und intensiver kennen.

Was einen etwas ärgert (im positiven Sinne) aber sehr gut gemacht ist, ist dass die Kapitel fast immer spannend mit einem Cliffhanger enden. Sehr clever, so kann man gar nicht aufhören zu lesen. Dazu kommen noch einige Rückblenden, manche waren für das Hintergrundwissen notwendig, aber einige hätte man auch ruhig weglassen können, störte mich aber nicht in meinem Lesefluss.
Mir gefällt der Charakter Glass sehr gut, da man durch sie noch einen interessanten Einblick ins Leben auf der Ark bekommt, wie stark dort Klassenunterschiede herrschen und wie gefährlich und auch grausam das Leben dort sein kann. Bellamy gefällt mir auch sehr gut, da er im Grunde ein lieber Kerl ist. Er handelt zwar immer extrem, aber immer zum Wohle seiner Schwester.



Der Schreibstil ist sehr flüssig und liest sich sehr gut, die Kapitel sind kurz und knapp. Die Seiten flogen nur so dahin und schon war man am Ende. 300 Seiten die sich schnell lasen. 

Zu Beginn wurden des Öfteren die Namen verwechselt, anstatt Glass oder auch Camille, wurde Clark geschrieben, das irritierte oft und ich musste doch noch mal nachschauen ob ich gerade den falschen Charakter im Kopf hatte, aber es ist wirklich ein Fehler im Buch.

Das Thema dieses Buches ist ja im Moment der Renner, Weltuntergangsszenarien seien es Zombies oder wie bei „Die Tribute von Panem“. Hier ist auch Kass Morgan ein dystopisches Weltuntergangsszenario gut gelungen, eine Atomkatastrophe lässt sich gut nachvollziehen und ist gar nicht so weit hergeholt. Ein beängstigendes Szenario.



Im Gesamten ist das Buch ein gelungener Auftakt zu der Trilogie, es hat mich gefesselt, ich hatte es nach zwei Tagen zu Ende gelesen und direkt mit dem zweiten Band begonnen.  Es ist spannend und auch gut durchdacht. Ich kann hier eine klare Leseempfehlung geben. Einfach genial.



5 von 5 Punkten


Das Buch kann hier gekauft werden AmazonThalia




Montag, 9. November 2015

Katzenlady





Die Katzenlady
Melisa Schwermer
Thriller
CreateSpace Independent Publishing Platform
ISBN 978-1517327286


Inhalt
Jahrelang erträgt Sabrina den Psychoterror ihrer alkoholkranken Mutter. Dann endlich beschließt sie, sich zu wehren. Doch was als Denkzettel geplant ist, geht gewaltig schief und plötzlich liegt ihre Mutter tot im Wohnzimmer. Da Sabrina nicht vorhat, ihr neues, hart erkämpftes Leben im Gefängnis zu verbringen, muss sie irgendwie die Leiche loswerden. Die einzigen Mitwisser dabei sind die Katzen. Zumindest glaubt sie das ...


Sabrina bringt aus Versehen ihre Mutter um, naja, eigentlich tut es ihr nicht leid, aber so gedacht war das ja nun nicht. Und nun macht ihre Mutter auch im Tod ihr noch das Leben zur Hölle. Arme Sabrina.
Ich muss sagen, dass Sie mir echt leid tat, ich hatte wirklich Mitleid mit Ihr. Die ganze Geschichte ist stellenweise etwas ekelig, aber das kann man durchhalten.
Eine skurrile Geschichte, die mich gut unterhalten hat und ich musste Stellenweise schmunzeln.
Das Ende, finde ich, lässt ja auf eine Fortsetzung hoffen…?

3 von 5 Punkten


Ich verstehe die ganzen 1Sterne Bewertungen gar nicht.

Freitag, 30. Oktober 2015

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand







Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
Jonas Jonasson
Roman
btb
ISBN 978-3570585016


Inhalt
Allan Karlsson hat Geburtstag. Er wird 100 Jahre alt. Eigentlich ein Grund zu feiern. Doch während sich der Bürgermeister und die lokale Presse auf das große Spektakel vorbereiten, hat der Hundertjährige ganz andere Pläne: er verschwindet einfach – und schon bald steht ganz Schweden wegen seiner Flucht auf dem Kopf. Doch mit solchen Dingen hat Allan seine Erfahrung, er hat schließlich in jungen Jahren die ganze Welt durcheinander gebracht.

Überbewerteter Roman

Ich habe das Buch lesen wollen, weil es in allen Medien so gehypet wurde, über 2000 5 Sterne Bewertungen bei Amazon (65%). Da kann es ja nur gut sein, war mein Gedanke.
Aber leider wurde ich ziemlich enttäuscht, das Buch habe ich gerade mal knappe 100 Seiten gelesen, ich habe es nicht geschafft mich weiter durch zu quälen.
Die Schreibweise des Buches ist sehr anstrengend, ständig werden Beschreibungen immer wieder benutzt. Als Allan am Bahnhof auf den Bus wartet, mit dem er abhauen will, trifft er einen „schmächtigen jungen Mann mit langen, fettigen blonden Haaren, struppigem Bart und einer Jeansjacke mit der Aufschrift Never Again auf dem Rücken“. Und ab jetzt ist jedesmal von dem „schmächtigen jungen Mann mit langen, fettigen blonden Haaren, struppigem Bart und einer Jeansjacke mit der Aufschrift Never Again auf dem Rücken“ die Rede, anstatt einfach nur der junge Mann oder ähnliches zu verwenden. Das nervt leider im Lesefluss.
Auch der ständige Hinweis auf seine „Pisspantoffel“ ist einfach nur ekelig, denn die heißen so, weil Allan nicht mehr so weit pinkeln kann und sich daher immer auf seine Pantoffeln pinkelt, anstatt ins Klo. Wen interessiert das? Witzig finde ich das leider auch nicht. Tja, und die Schwester aus dem Altersheim identifiziert die Pantoffeln indem sie an den Pantoffeln riecht, die Nase rümpft und bestätigt, dass es nur Allans Pantoffeln sein können. Na danke auch, das ist leider nicht mein Humor.
Der weitere Verlauf der Geschichte ist sehr Haarsträubend denn der „schmächtige(n) junge(n) Mann mit langen, fettigen blonden Haaren, struppigem Bart und einer Jeansjacke mit der Aufschrift Never Again auf dem Rücken“ stirbt. Aus Versehen, weil Julius Jonsson vergessen hat die Kühlung im Kühlraum aus zu stellen. Was von Allan und Julius nur als ein kleines Malheur gesehen wird, es ist ja nicht so schlimm wenn man einen Menschen tötet.
Die Reaktion: „Und?“, fragte Allan.
„Und… na ja, der da drinnen ist jetzt so ziemlich tot.“
Allan kratzte sich bekümmert im Nacken, bevor er beschloss, dass er sich von dieser Schlamperei nicht den Tag verderben lassen wollte.
„Zu dumm“, meinte er. „Aber ich muss schon sagen, das Ei hast du perfekt hingekriegt. Nicht zu hart und nicht zu weich.“
Naja, immerhin ist er „bekümmert“.
Ein paar Seiten habe ich dann noch durchgehalten, aber es hat leider keinen Spaß gemacht. Der Humor hat mich leider nicht erreicht, zwar merkt man was er witzig meint, aber es ist leider nicht mein Humor.
Ich musste die ganze Zeit an SketchUp denken, von früher mit Dieter Krebs, die haben immer schlechte Sketche mit Lupenbrillen und schiefen Zähnen versucht witzig zu gestalten. Gelingt aber nicht. So gelingt es auch nicht mit dem Buch.

Von mir leider nur 1 von 5 Sternen.

(Ein unqualifizierter Beitrag: Wisst ihr was witzig an diesem Buch ist? Der Name des Autors! Bitte! Welche Eltern tun einem Kind so eine Namenskombination an?)

 Das Buch kann hier gekauft werden Amazon, Thalia 

Freitag, 23. Oktober 2015

Dead Eyes - Der Fluch der Maske






Dead Eyes -  Der Fluch der Maske
Chris Priestley
Jugendroman 12 - 15 Jahre
bloomoon
ISBN 9783845803753




Inhalt
Alex begleitet seinen Vater auf eine Geschäftsreise nach Amsterdam, doch er ahnt nicht wie spannend es dort für ihn werden wird. Zusammen mit Angelien, der Tochter eine Kollegin des Vaters, macht Alex die Stadt unsicher. Auf einem kleinen Trödelmarkt entdeckt Alex versteckt in einer Kiste eine Maske. Er will schon weiter gehen, als ihn ein seltsames Gefühl beschleicht. Dieses Gefühl zwingt ihn zurückzugehen und die Maske zu kaufen. Doch Alex ahnt nicht in was er sich mit diesem Kauf hinein katapultiert hat.

Nettes Jugendbuch, aber leider ohne Spannung

Zu Beginn wird eine gruselige Atmosphäre geschaffen, als Alex das alte Amsterdamer Hotel erblickt, in dem er und sein Vater wohnen werden. Es läuft einem eine Gänsehaut über den Rücken, eine gut gelungene Szene. Leider wir diese Spannung nicht aufrecht erhalten und das Buch läuft in Erzählungen weiter, die wenig bis gar keine relevante Bedeutung für die weitere Handlung haben.
Die im Titel erwähnte „Maske“ steht nicht im Mittelpunkt der Geschichte, diese wird zwischendurch nur kurz erwähnt, bringt kleine gruselige Momente, die aber genauso schnell wieder vorbei sind wie sie auftauchen. Die größte Rolle in diesem Buch nimmt die Beschreibung des alten Amsterdam und seine Geschichte ein, die recht langweilige Passagen in dem Buch schafft.
Am Ende nimmt die Maske dann doch noch mal die Handlung in ihre Hand, was aber viel zu spät ist, denn das Buch ist schon zu Ende, es kommt noch mal eine aufwirbelnde Szene, die aber den Rest des Buches auch nicht retten kann. Zum Ende hin wirkte alles sehr konstruiert und zu schnell zu einem Ende gebracht.
Durch Titel, Untertitel und den Klappentext hatte ich anderes von diesem Buch erwartet, was ich sehr schade finde. Die Geschichte hat potential, auch der Schreibstill des Autors ist sehr flüssig, es liest sich sehr gut. Aber trotz der Altersangabe von 12-15 Jahre könnte das Buch mehr Spannung vertragen.

Im Blick darauf, dass es ein Jugendbuch sein soll reicht es auf jeden Fall. Ich würde es meinem Kind als Leseanfänger mit 12 Jahren empfehlen.
Für mich als Leser, der neben Thrillern auch gerne mal ein Jugendbuch liest, war es mir nicht anspruchsvoll genug.


3 von 5 Punkten

Buch kann hier gekauft werden AmazonThalia