Freitag, 15. September 2017

Abraham Lincoln - Vampirjäger






Abraham Lincoln - Vampirjäger
Seth Grahame-Smith
Roman
HEYNE
ISBN 978-3453528321
Rezensionsexemplar als eBook


Inhalt

Abraham Lincoln war der 16. Präsident der Vereinigten Staaten, Befreier der Sklaven, Wiedervereiniger der Union und Amerikas größter Held. Doch Lincolns dunkelstes Geheimnis blieb seit über einhundert Jahren verborgen, hätte es doch die Geschichte der USA in ihren Fundamenten erschüttert. Denn seinen wichtigsten und tödlichsten Kampf führte Lincoln im Dunkel der Nacht – gegen blutrünstige Vampire…

Meinung
Die Idee finde ich hörte sich klasse an und deswegen wollte ich dieses Buch auch unbedingt lesen, aber leider hat mich die Story doch enttäuscht.
Es bleibt leider einfach zu flach und leider fehlt es mir auch an Spannung. Auch teilweise zu sehr ausgedacht und weit her geholt.
Im Laufe der Geschichte wird es immer mehr politisch und das leider hat mir nicht so sehr gefallen, da dann die Vampire eher in den Hintergrund geraten. Das interessierte mich dann eher weniger.

Leider hat mich die gesamte Story nicht überzeugt. Schade, denn über den Film hat man schon viel Gutes gehört. Vielleicht ist es mal eine Ausnahme und die Verfilmung ist hier besser als das Buch. Den Film werde ich im jeden Fall mir mal ansehen.

2 von 5 Punkten

Mein fremder Freund





Mein fremder Freund
Emma Haughton
Jugendbuch ab 12
cbj
ISBN 978-3570402719
Rezensionsexemplar als eBook


Inhalt
Im Alter von 13 Jahren verschwindet Hannahs bester Freund Danny – ohne eine einzige Spur zu hinterlassen. Drei lähmende Jahre voller Bangen und Hoffen später taucht er ebenso unvermittelt wieder auf. Verändert, ohne Erinnerung an die letzten drei Jahre, aber am Leben. Und das ist das Einzige, was zählt, denken Hannah und seine Eltern. – Zunächst. Denn nach und nach müssen sie erkennen, dass der Junge an ihrer Seite ihnen erschreckend fremd ist ... Kann es wirklich sein, dass er sich so verändert hat? Oder ist dieser junge Mann womöglich gar nicht Danny?


Leichter Jugendthriller
Das Lesealter ab 12 finde ich nicht gut gewählt, ich würde für dieses Buch das Lesealter ab 14 angeben. Für 12jährige ist dieses Thema doch noch etwas komplex, ich glaube nicht dass das für 12 Jährige eine geeignete Geschichte ist.

Danny, der nach Jahren seines Verschwindens wieder auftaucht, wirft mehr Frage auf, als das sie endlich beantwortet werden können. Er kann sich an die ganze Zeit seines Verschwindens nicht mehr erinnern, was das alles auch nicht einfacher macht.

Von seiner Mutter wird er bedingungslos aufgenommen. Seine beste Freundin Hannah jedoch freut sich kein Stück, nicht mal im ersten Moment, Hannah ist von der ersten Sekunde an skeptisch. Das finde ich nicht sehr glaubhaft, denn ich denke im ersten Moment hätte Hannah sich freuen müssen und Ihre Skepsis hätte sich dann ja noch entwickeln können.
Die Schwester und der Hund behandeln Danny wie einen Fremden und machen Beide immer wieder Probleme. Dannys Mutter will davon nichts wissen, sie ist froh, dass sie ihren Sohn nach so vielen Jahren endlich wieder hat. Denn Danny war 3 Jahre weg, somit erklärt sie sich Dannys verändertes Verhalten. Jedoch ist das Verhalten von Danny nicht normal, er darf sich definitiv zu viel erlauben. Auch wenn man froh ist, dass er wieder da ist und auch nicht weiß welche traumatischen Dinge er erlebt hat. Aber irgendwann ist auch mal Schluss mit dem Verhalten, da hätte die Mutter schon mal eingreifen müssen und sich nicht alles gefallen lassen müssen.

Warum Danny verschwunden ist klärt sich im Laufe des Buches auf. Aber leider muss ich sagen dass ich das nicht verstehe, die Reaktion des Abhauens kann ich noch nachvollziehen, denn Teenies hauen ja schon mal ab und kommen dann wieder, einfach nur um ihre Eltern zu bestrafen. Aber konsequent einfach verschwinden finde ich übertrieben, das steht meiner Meinung nach nicht in Relation zur Auslösenden Situation. Das ist meiner Meinung nach zu überzogen.
Warum Danny abgehauen ist ahnt man im Laufe der Geschichte auch schon.

Die Geschichte plätscherte so vor sich hin und große Emotionen konnte mir die Geschichte nicht vermitteln. Auch die Aussagen, dass Danny und Hannah vor dem Verschwinden wie Pech und Schwefel waren, wurde in keinster Weise vermittelt.

Das Ende fand ich etwas merkwürdig und hat mich nicht überzeugt.

Für einen Jugendroman reichte die Spannung völlig aus, jedoch hätten mehr Emotionen vermittelt werden können. Die Geschichte an sich finde ich recht dünn und nicht ganz durchdacht und auch manche Reaktionen konnte ich nicht nachvollziehen.

3 von 5 Punkten

Sonntag, 30. Juli 2017

Als das Leben mich aufgab - Ney Sceatcher






Als das Leben mich aufgab
Ney Sceatcher
Jugendbuch ab 14
Zeilengold Verlag
ISBN 978-3946955023
Rezensionsexemplar als eBook


Inhalt

Als das Leben mich aufgab, war ich 16 Jahre alt und trug keine Schuhe... Keine Ahnung, wie ich gestorben bin oder wie ich heiße, aber ich nenne mich Mai. Ja, richtig, wie der Monat. Im Jenseits wollten sie mich nicht haben. Zu viele unerledigte Dinge, haben sie gesagt. Darum stehe ich jetzt hier mit einer Handvoll Briefe an Menschen, an die ich mich nicht mehr erinnern kann. Doch möchte ich das überhaupt? Möchte ich meine Vergangenheit wiedererwecken? Wissen, wer ich war, wen ich liebte und wie ich starb? Eigentlich nicht und doch wird diese Reise mir im Tod mehr über das Leben lehren, als es das Leben selbst je gekonnt hat.

Mit ihrer sehr intensiven und einfühlsamen Betrachtung des Todes öffnet Autorin Ney Sceatcher ihren Lesern die Augen für die wesentlichen Dinge des Lebens.

Tief berührend

Das Buch hatte es mir von Anfang an angetan, ich hatte öfters überlegt, ob ich mich für ein RE bewerben sollte, aber dachte mir dann, dass ich da bestimmt keine Chance hab.
Dann hat der Verlag einen Aufruf für Blogger gestartet und ich dachte mir „wenn nicht jetzt, wann dann?“ Also habe ich eine kleine ehrliche Bewerbung geschrieben und ich habe wirklich das eBook bekommen. Das hat mich wirklich sehr gefreut! Denn die Leseprobe ist echt schon super und verspricht eine gute Story.

Erst mal muss ich sagen dass sich die Story am Anfang etwas zieht, irgendwie fand ich den Faden nicht. Aber den Faden fand ich nach der Hälfte wieder.

Mai soll Briefe an Personen verteilen an die sie sich gar nicht mehr erinnern kann, denn sie kann sich gar nicht mehr an ihr Leben erinnern. Sie weiß nicht mal wie sie heißt und nennt sich einfach Mai. Sie wirkt überfordert und weiß gar nicht wo sie beginnen soll und bekommt zum Glück Hilfe, zusammen mit Naoma begibt sie sich auf die Reise zu sich selbst. Mit jedem Brief den Sie übergibt kommt sie sich selbst ein wenig näher und manche Erinnerungen kommen wieder. Schmerzliche und auch schöne, aber das Gesamtbild kann sie immer noch nicht erfassen, was sie auch manchmal frustriert. Der letzte Brief ist ihr bis zum Ende einfach ein großes Rätsel.

Am Anfang ist das Buch noch leicht und locker, aber ich finde es verändert sich, je weiter es zum Ende kommt. Um dann ernst und tiefgründig zu werden.
Am Ende fügt sich das Bild zusammen und ich muss sagen, dass die letzten 50 Seiten mich emotional berührt haben. Ich hatte lange kein Buch mehr was das geschafft hat. Ich hatte Tränen in den Augen, Mais Geschichte ist einfach so traurig, wie sie starb. Sie war doch erst 16, ich kann es nicht in Worte fassen.
Am Schluss müsste man den Titel ändern, denn alles ist anders als Mai es erwartet hatte.
Die letzten Seiten haben mich einfach tief berührt und ich musste das Ganze erst mal sacken lassen und darüber nachdenken.

Das Buch ist tiefgründig und berührend!
Ich kann eine klare Leseempfehlung abgeben, haltet die Taschentücher am Ende bereit, es wird euch zu Tränen rühren.

5 von 5 Punkten

Zur  Leseprobe
Hier könnt ihr es direkt beim Verlag kaufen und ein bisschen im Programm stöbern. Der Verlag ist noch recht neu, daher sind noch nicht so viele Bücher im Programm Zeilengold Verlag

Mittwoch, 12. Juli 2017

Der Nebel - Stephen King





Der Nebel
Stephen King
Kurzgeschichte
aus „Blut“
Heyne EBOOK
STORY SELECTION NO. 27
Rezensionsexemplar

Inhalt
Nach einem schweren Sturm machen David Drayton und sein Sohn Billy Besorgungen im nächstgelegenen Supermarkt. Auf einmal zieht ein unheimlicher Nebel auf, und sie sind mit anderen Einheimischen im Laden gefangen. Unheimliche Wesen lauern draußen in den wabernden Schwaden. Die Nerven der Anwesenden liegen zunehmend blank – ist das Gottes Strafe für ihre Sünden, die nur durch Menschenopfer gebüßt werden können? Die Draytons und ein paar andere wagen den Ausbruch ...

Düster und beklemmend

Diese Kurzgeschichte wird mal wieder dem King gerecht. Eine düstere Atmosphäre die uns als Leser auch die Gesellschaft vor Augen führt!
Die Geschichte ist vom Anfang bis zum Ende voller Spannung und es lässt einen einfach nicht mehr los.
Die Charaktere sind vielschichtig und gut ausgearbeitet, King hat sich hier viel Mühe gegeben.
Mal wieder eine grandiose Kurzgeschichte.

5 von 5 Punkten

Freitag, 7. Juli 2017

Niemand wird sie finden - Caleb Roehrig






Niemand wird sie finden
Caleb Roehrig
Jugend-Thriller
ab 14 Jahre
cbj Verlag
ISBN 978-3570173343


Inhalt

Flynns Freundin January ist verschwunden. Die Polizei vermutet ein Verbrechen und stellt Fragen, die Flynn nicht beantworten kann. Alle Augen sind auf ihn gerichtet, schließlich war – ist – er ihr Freund und sie waren in der Nacht vor ihrem Verschwinden zusammen …
Ein grausamer Mord scheint die naheliegende Erklärung zu sein. Doch die Aussagen von Mitschülern und Freunden zeichnen ein völlig fremdes Bild von dem Mädchen, das Flynn so gut zu kennen glaubte. Er muss herausfinden, was mit January geschehen ist, ohne dabei zu verraten, dass er ebenfalls ein Geheimnis hat. Vor seinen Eltern. Vor seinen Freunden. Und vor allem vor sich selbst …

Spannender Jugendthriller

Es war ein guter Jugendthriller, hat mich gut unterhalten und ich finde es auch spannend, aber nicht zu sehr. Wirklich gut getroffen für ein Jugendthriller.
Flynn, der auf eigene Faust ermittelt und dadurch die ganze Sache aufdeckt. Naja, natürlich ist das eher ungewöhnlich, dass ein Jugendlicher der Polizei den Job abnimmt und auch besser ermittelt. Aber das macht das Buch dadurch nicht schlechter. Hat was von Nachwuchsdetektiv.

Am Ende fand ich die Story etwas dünn, aber es passt irgendwie. Es ist ja ein Jugendthriller und kein hochkomplexer Psychothriller für Erwachsene. Denn irgendwie fand ich das Ende etwas konstruiert.

Ich verstehe auch gar nicht warum January so gehandelt hat. Warum hat sie so schlecht über Flynn gesprochen? Was hat sie sich davon versprochen? Irgendwie kam da keine Lösung für mich.
January als Person konnte ich nicht fassen und eigentlich wird auch gar nicht richtig klar was sie für ein Charakter ist.

Flynn ist sympathisch und ein typischer Teenie, mit typischen Teenieproblemen. Eine nette Nebenhandlung die sich gut einfügt stellt sein eigenes Problem dar. Mir gefällt auch seine Hartnäckigkeit, dass er trotzdem weiter forscht, obwohl January ihn so unglaublich schlecht gemacht hat vor Ihren Freunden.
Vielleicht war das Ihr Plan? Dass er nicht weiter nach ihr suchen sollte, weil er so enttäuscht ist über ihr handeln und sie einfach nicht mehr finden will.

Es liest sich leicht und flüssig, ich habe ihn auch schnell durch gehabt. Mir hat der Jugendthriller gut gefallen und auch positiv überrascht.
Ich kann es empfehlen.


4 von 5 Punkten